Quelle: Reiter Revue International 12/2008, Text: Kerstin Wachter, Fotos: Cornelia Höchstetter
Lernen mit Meistern
Gerade Gerückt

Olympiahengst Prestige zeigt
Bemelsmans geraderichtende Lieblings-
lektion: Traversale mit anschließendem
Schulterherein.
Kein Mensch schreibt mit beiden Händen gleich gut. Die meisten sind Rechtshänder. Auch die meisten Pferde. Sie lassen sich nach rechts leichter stellen als nach links. „Das liegt an der natürlichen Schiefe des Pferdes. Die ist jedem Pferd angeboren“, erklärt Reitmeister Jean Bemelmans. Der gebürtige Belgier mit flämischen Akzent zeigt Reiter Revue international am sechsjährigen Wallach Chep, woran man die Schiefe erkennen kann: Auf gerader Linie fußt sein rechtes Hinterbein nicht nach vorne in die Spur des Vorderbeins, sondern fast hufbreit daneben. Die Hinterhand weicht nach rechts aus.
„Wie die meisten Pferde ist Chep nach rechts schief“, weiß der spanische Nationaltrainer, der auf Gut Auric in Krefeld trainiert: zwischen mannshohen schilfähnlichen Gräserbüscheln, einer Außenanlage mit Frankfurter Palmengartenflair und farblichem Schöner-Wohnen-Arrangement betreut er einen Stalltrakt. Schicke Pferde stehen in den Boxen, maritime Mauerarchitektur erinnert an Urlaub im Robinson-Club und Bemelmans charmante Art bringt ihm glatt den Richard-Gere-Preis der Reiterszene. Chep ist seit kurzem eines seiner Ausbildungspferde und noch nicht in sich gerade gerichtet – eher krumm wie eine Banane. Seine rechte Seite ist hohl, während die linken Halsmuskeln sich dehnen. Deshalb lässt er sich auch gerne nach rechts stellen.

Chep macht sich nach rechts schief.
Die Linksstellung fällt ihm entsprechend schwerer, weil der rechte Muskel weniger gedehnt ist. Bei einem links-schiefen Pferd wäre es genau umgekehrt. Sehen kann man das nicht, aber spüren: „Cheps Reiter hat am linken Zügel eine stabile Verbindung, am rechten aber kaum Zug.“ Ungleiche Zügelverbindung, ausweichende Hinterhand – die Probleme im Viereck vorprogrammiert: Das Pferd tritt nicht unter den Schwerpunkt, nimmt keine Last auf, kann weder Schubkraft entwickeln noch sich versammeln. Aber wie richtet man das Pferd wieder gerade? „Das Geraderichten ist ein Punkt der Ausbildungsskala“, damit meint Bemelmans den von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Stufen entwickelten Ausbildungsweg zum Reitpferd: Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichten, Versammlung. „Die Punkte gehen ineinander über, man kann sie nicht Schritt für Schritt abarbeiten. Aber Takt und Anlehnung sollten weitgehend sicher sein, wenn man mit dem Geraderichten anfängt“, empfiehlt Bemelmans, der zwar ein schnelles Jaguar-Cabriolet fährt, aber von Husch-Husch-Mentalität gar nichts hält. Deshalb beginnt Cheps Reitstunde mit einer ausgiebigen Lösungsphase. Chep durfte vorher mit seinem Bereiter Just Lürsen eine Runde ins Gelände, spazierte dann am hingegebenen Zügel über den Platz und trabt jetzt in Vorwärts-abwärts-Haltung gelassen dahin. „Bei meinem Ausbilder Robert Schmidtke wurde die jungen Pferde nur in die Tiefe geritten. Sie strecken und dehnen die Muskeln, ziehen an das Gebiss heran, werden warm und locker. Dann sind sie bereit, mitzuarbeiten. Ja, Just, das ist gut so!“, lobt Bemelmans den holländischen Grand-Prix-Reiter. Er galoppiert auf der rechten Hand an und Chep schiebt sein rechtes inneres Hinterbein nach innen. „Jetzt ist er schief. Das korrigieren wir in der Arbeitsphase“, erklärt Bemelmans. „Wichtig: Auf keinen Fall mit dem Schenkel die Hinterhand wieder rausdrücken! Sonst schleudert sie hin und her. Manche springen sogar um“, warnt er. „Stattdessen wird die Vorhand vor die Hinterhand gestellt.“
Nachwuchstalent „Chep“
Der sechsjährige ukrainische Wallach ist seit kurzem bei Bemelmans. Fliegende Galoppwechsel und Traversalen kennt er, aber es mangelte ihm an solider Grundausbildung: zu eng im Genick, von Losgelassenheit und Geraderichtung keine Spur. Bemelmans Aufbauprogramm: Viel Dehnungshaltung, gebogene Linien reiten, um die Muskulatur zu strecken, eine gleichmäßige Anlehnung gewinnen und die natürliche Schiefe zu korrigieren. Chep wird vom holländischen Grand Prix Reiter Just Lürsen geritten.

Im Schultervor tritt sein rechtes Hinter-
bein wieder unter den Schwerpunkt. Er
ist jetzt in sich gerade gerichtet.
Jean Bemelmans
Drängelt die Hinterhand nach innen, muss also auch die Vorhand nach innen, um die Schiefe auszugleichen. Das ist aber nicht mit einer Innenstellung getan. Im Gegenteil: zieht der Reiter jetzt am rechten Zügel den Kopf nach innen, schiebt das Pferd noch mehr die Hinterhand nach rechts. Es wird immer schiefer und krummer. „Nicht nur Stellung, die Schulter des Pferdes muss nach innen geführt werden. Das klappt beim jüngeren, noch nicht ganz ausbalancierten Pferd am besten im Schultervor. Wenn wir gerade richten wollen, kommen wir um Biegung nicht drum rum!“ Das Schultervor ist eine Vorübung zum Schulterherein, verlangt aber weniger Biegung.
Just zeigt es im Trab auf der rechten Hand: Mit dem äußeren Zügel führt er die Vorhand von Chep leicht ins Bahninnere, während die Hinterhand draußen bleibt. Chep ist also leicht gebogen. Sein inneres Hinterbein tritt jetzt zwischen die Spur seiner Vorderbeine, das äußere Hinterbein fußt weiterhin in die Spur des äußeren Vorderbeins. Von vorne sind also drei Spuren zu erkennen. Die Spur der Hinterbeine rückt jetzt dichter aneinander, Chep tritt unter seinen Schwerpunkt statt daran vorbei. Er ist in Biegung geradegerichtet. Angenehm für Just, denn Cheps Bewegung fließt nun durch den Körper, kommt kraftvoll und gleichmäßig am Maul an, beide Zügel haben Verbindung. Außerdem senkt sich die Kruppe, die Schulter wird frei und Chep zeigt kadenzierte, also ausdrucksstärkere Tritte. Für Chep ist das gleichmäßige Tragen der Hinterhand weniger verschleißend, aber anstrengend. Just muss aufpassen, dass der Wallach nicht schummelt: äußeren Schenkel dran lassen, damit Cheps äußeres Hinterbein nicht nach außen ausweicht. Dann hätte er die Längsbiegung verloren und würde nicht mehr unter den Körper fußen. Und: „Lass auch den inneren Schenkel dran“, ermahnt ihn Bemelmans, der Cheps Vorhaben ahnt, „er läuft dir vom Hufschlag weg!“ Schon passiert, Chep läuft ins Bahninnere, Just drückt ihn wieder zurück. „Macht nichts“, sagt Bemelmans gelassen, „einfach von vorne wieder anfangen. Man muss Geduld haben!
Jean Bemelmans

Ist 59 Jahre alt und im belgischen Hasselt geboren. Mit 17 Jahren zog er nach Deutschland, absolvierte in Hilden die Bereiterlehre bei Reitmeister Robert Schmidtke, wurde 1984 deutscher Staatsbürger. Im selben Jahr schlug er Dr. Reiner Klimke auf Ahlerich und wurde Deutscher Meister der Berufsreiter. Heute lebt er in Krefeld. Auf Gut Auric trainiert er Pferde, Schüler und die anreisende spanische Dressur-Equipe, die er seit zwölf Jahren als Nationaltrainer betreut. Im Auftrag des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR) gibt er seit 15 Jahren Lehrgänge und vermittelt seine Erfahrungen Schülern aus der Ukraine, Russland, Korea, Holland und der Dominikanischen Republik. Kein Problem, denn er spricht fließend deutsch, englisch, holländisch, französisch und flämisch. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) ernannte ihn 1989 zum Reitmeister. Ein Titel, den zu diesem Zeitpunkt bundesweit nur drei weitere Profireiter tragen durften. Nach vielen Jahren als Mitglied im deutschen A-Kader und über 50 Grand-Prix-Siegen freut er sich heute als Trainer besonders über die olympische Silbermedaille der Spanier 2004 in Athen und über den Vize-Weltmeistertitel von Beatrice Ferer-Salat 2002 in Jerez.

Auch in Dehnungshaltung fußt die
Hinterhand in die Spur der Vorderbeine.
Chep ist gerade und zufrieden.
Jean Bemelmans
Just wiederholt die Übung noch ein paar Mal, bis Chep die Biegung verstanden hat und auch auf gerader Linie Spur hält. Dann lässt er im Leichttraben die Zügel aus der Hand kauen. „Ja, super macht er das!“, ruft Bemelmans. Chep dehnt sich zufrieden an die Hand. Bemelmans fordert diese Übung ständig zwischendurch, jedes Mal ist er begeistert. „Prima! Mach ihn ganz lang, Just. Tief strecken“, dabei erklärt er: „Wenn Chep nach einer gerade richtenden Lektion gleichmäßig in die Hand zieht und die Halsmuskeln dehnt, dann bleibt er auch hinten gerade. Und er kann entspannen und seine Last von hinten wieder ein bisschen nach vorne verlagern. Das ist Belohnung für ihn“, freut er sich. „Schauen Sie: Er würde es doch nicht so toll machen, wenn es ihm nicht gefallen würde!“
Während Chep am langen Zügel ausläuft schreitet das nächste Pferd in die Bahn: Der imposante Olympiahengst Prestige unter seinem spanischen Nationalreiter Jordi Domingo. Auch die beiden waren zur Einstimmung erstmal im Gelände. Und nicht nur das: „Alle meine Pferde kommen auf die Weide oder wenigstens auf den Hengst-Paddock. Wenn sie es gewohnt sind, machen sie auch keine Dummheiten“, lautet Bemelmans Philosophie. Prestige joggt in Dehnungshaltung vorbei. Von olympischer Trabausstrahlung keine Spur. „Die Lösungsphase soll keine spektakuläre Bewegung zeigen“, verteidigt ihn Bemelmans, „sie soll seine Muskeln dehnen, ihn aufwärmen. Auf keinen Fall aufheizen, eher beruhigen.“

Macht Prestige gerade: Traversieren
nach rechts...
Dazu gehören Seitengänge wie Schulterherein und Traversalen, weil sie in der Längsbiegung des Pferdes das innere Hinterbein unter den Schwerpunkt zwingen. Das Problem: Sie helfen oft nur am Anfang, im Stadium des Erlernens, wenn das Pferd die Übung noch nicht kennt. Sobald es sie beherrscht und verstanden hat, was es soll und wo es anstrengend wird, kann es Lücken im System suchen, um sich zu entziehen. Neue Übungen mit Überraschungseffekt sind gefragt. Bemelmans hat eine ganz eigene, die aus der Not heraus entstand: „Auf dem Turnier mit Beatrice Ferrer-Salat und Beauvalais hatten wir keinen Platz zum Abreiten. Wir sind raus gegangen und haben zwischen den Baumreihen Seitwärtsgänge geübt: Ein paar Schritte Traversale bis zum Baum, zurück im Schulterherein, Baum, wieder kurz in die Traversale bis zum Baum, wieder zurück im Schulterherein“, er schmunzelt, „das Ergebnis war phantastisch. Beauvalais wurde extrem reaktionsschnell am Bein und geschmeidig“, strahlt er und seine Hände schlängeln sich wie Aale durch die Luft. „Das machen wir jetzt auch!“

...dann im Schulterherein zur Bande
zurück.
Jean Bemelmans
Prestige ist fertig mit Joggen und entspannt im Schritt. „Jordi, nimm ihn mal auf und dann trabst du schön an. Und Prestige ist plötzlich ein anderes Pferd. Kraftvoll schwingt sein Hinterbein unter die Körpermitte, seine Vorhand in die Luft und der Rücken wie eine Feder. „Ich sag ja, der Gang kommt von ganz allein, wenn er locker ist. Alles zu seiner Zeit“, sagt Bemelmans und schickt voraus: „Prestige ist wie die meisten ein rechts-schiefes Pferd, auch wenn man das heute kaum noch spürt. Wenn er auf der rechten Hand in die Traversale geht, wird er versuchen, sich nach rechts der Tragkraft zu entziehen: Er wird das rechte Hinterbein zu sehr nach innen schieben, so dass die Hinterhand vorausdrängelt. Das wollen wir nicht“ sagt er verschwörerisch. „Noch bevor Prestige das versucht, soll Jordi schon nach drei, vier Tritten die Traversale abbrechen und im Schulterherein zurück zum Hufschlag reiten.“ Der Vorteil: beim Wechsel zum Schulterherein bleibt Prestige in Stellung und Biegung, Jordi muss aber den rechten Schenkel stärker einsetzen. Damit verhindert er das Ausweichen des rechten Hinterbeins. Er muss sogar deutlich einwirken, denn er will nicht im Schulterherein geradeaus, sondern zur Bande zurück. Dabei muss Stellung und Biegung erhalten bleiben, während sich die Hinterhand zuerst der Bande nähert. Das erfordert blitzschnelles Reagieren von Prestige und macht ihn aufmerksam am Schenkel. So kann Jordi auch auf gerader Linie die Hinterhand besser kontrollieren. Der Beweis: Prestige lässt sich anschließend ohne Ausweichen der Hinterhand versammeln, macht sich rund und zeigt gerade gesprungene Wechsel. Beim Erlernen der fliegenden Wechsel spielt die natürliche Schiefe des Pferdes eine nützliche Rolle: Selbst ein geradegerichtetes Pferd wird seine Händigkeit nie ganz verlieren und immer einen starken Hinterfuß behalten. Beim rechtsschiefen Pferd ist es das linke Hinterbein, das es bevorzugt einsetzt und das deshalb die Wechsel einleiten sollte. Demnach fällt dem rechts-schiefen Pferd der Wechsel nach rechts leichter als nach links. Beim links-schiefen Pferd ist es umgekehrt.
Statt sich nach rechts krumm zu machen, wölbt Prestige in der Versammlung vorbildlich den Rücken auf, und hält die gerade Spur: im Galopp bis zum Ansatz einer Pirouette, im Trab bis in die Piaffe. „Jetzt müssen wir ihn sofort wieder entspannen“, sagt Bemelmans, „sonst wird er heiß. Das Ziel ist, Anspannung und Losgelassenheit zu kombinieren.“

Prestige bleibt auch beim fliegenden
Wechsel in sich gerade.
Jean Bemelmans
Jordi lässt die Zügel länger, setzt sich leichter hin. „Prima, gut Jordi, er soll den Hals fallen lassen.“ Prestige macht sich lang, verlagert den Schwerpunkt nach vorne. „Stellen Sie sich vor, im Pferd ist eine Kugel. In der Versammlung kullert sie nach hinten, weil das Pferd die Kruppe senkt, die Vorhand groß rauskommt. Das ist absolute Anspannung. Danach lässt er den Hals fallen, das ganze Pferd darf sich lang machen, mehr mit der Vorhand stützen, flacher bewegen, bis die Kugel nach vorne kullert. Das entspannt Körper und Geist“, erklärt Bemelmans. Beim Hin- und Herschieben der Kugel zeigt sich, ob das Pferd gerade und bereit ist, Last aufzunehmen. Dabei verändert sich auch der Bewegungsablauf: von kadenzierten hohen bis zu flachen langen Tritten und wieder zurück. Bemelmans strahlt. „Das ist doch Dressurreiten! Nicht Lektionen pauken, sondern Bewegung verändern, Tritte nach belieben verkürzen und verlängern.“ Dann hat Bemelmans Spaß am Zugucken. „Prestige ist nicht immer so getrabt. Das ist das Ergebnis von Arbeit, der ständige Wechsel von An- und Entspannen, dann traben sie wie Weltmeister. Das klappt mit jedem Pferd, wenn du bedingungslos daran glaubst, dass es kein besseres Pferd für dich gibt. Wenn du erst nach Fehlern suchst, bist du nicht mehr mit dem Herzen dabei.“ Jordi lässt Prestige auslaufen im flachen Jogging-Trab. Die Kadenz ist verschwunden, der Zauber geblieben.
Auf Irrwegen
„Richte dein Pferd gerade und reite es vorwärts“ lehrte in „Das Gymnasium des Pferdes“ Altmeister Gustav Steinbrecht (1808 bis 1885), der als Begründer der deutschen Reitlehre bezeichnet wird. Steinbrecht will nicht sagen, dass ein Pferd vom Geradeausrennen besser wird. Im Gegenteil. Übereiltes Tempo verhindert die Losgelassenheit des Pferdes, der Rücken kann nicht entspannen, das blockiert das Vorschwingen der Hinterhand, die Bewegung fließt nicht durch den Körper. Im schlimmsten Fall laufen die Hinterbeine schneller als die Vorderbeine abfußen können. Mit schlimmen Folgen: Das Pferd tritt sich im Trab entweder in die Ballen oder tritt hinten breit, weil es im hohen Tempo Balance sucht oder Zeit für die langsamere Vorhand gewinnen will. Dabei verliert der Trab seinen gleichmäßigen Zweitakt, da die Hinterhand länger in der Luft bleibt als die Vorhand. Nicht eilig, sondern raumgreifend soll die Hinterhand fußen. Nicht über Tempo, sondern im Takt des Pferdes soll die Bewegung nach vorne fließen. Mit Vorwärtsreiten ist gemeint, dass in jeder Lektion und auf jeder Linie die Vorwärtstendenz erhalten bleibt. Selbst im Rückwärts oder Seitengang soll das Pferd ohne zu stocken nach vorne streben und an die Hand ziehen. Mit Geraderichten ist nicht das Reiten auf gerader Linie gemeint, sondern das Einspuren der Hinterhand in den Abdruck der Vorhand, was durchs Reiten in Biegung gefördert wird.
- INFOS: Gustav Steinbrecht, Das Gymnasium des Pferdes, Olms Verlag
Olympiapferd „Prestige“
Der elfjährige KWPN-Hengst ist gerade mit seinem spanischen Nationalreiter Jordi Domingo aus dem olympischen Hongkong zurück. Prestige und Jordi sind seit einem Jahr bei Bemelmans stationiert. Jordi hat den Sohn von Ferro – ebenfalls ein Olympionik in Sydney unter Coby van Baalen – fünfjährig übernommen und mit Bemelmans ausgebildet. Der zappelige Dressurcrack ist geradegerichet, drückt sich aber gern im Trab vor dem Lastaufnehmen. Dadurch fällt er auf die Vorhand, bekommt die Schulter nicht frei und zeigt keine angemessene Verstärkung. Einfallsreiche Lektionen zum Geraderichten überlisten den Drückeberger, seinen Schwerpunkt nach hinten zu verlagern.
