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Reiter Forum Award 2007

Quelle: PferdeSport International, Susanne Hennig

Champions und Meister in Party-Stimmung


Applaus für die Ausgezeichneten
spenden Paul und Bettina Schocke-
möhle, neben Ihr Lars Tjaden, Anzeigen-
leiter von PferdeSport International.
Es ist kein Geheimnis: Gute, talentierte Reiter gibt es hierzulande wahrlich. Aber diese Talente mit den richtigen Pferden zusammenzubringen, gelingt eben leider zu selten. So sind die deutschen Championatsreiter auf dem Dressurviereck stets unter sich. Jungen Leuten gelingt selten der Anschluss an die „upper Class“. Grund genug für Reitsport-Marketing-Experten Frank Henning, genau dieses Problem in den Fokus zu rücken.

Beinahe wie das „Who is Who“ des deutschen Reitsports las sich die Gästeliste zur zweiten Verleihung der „Reiter Forum Awards“, zu der Reiter-Forum-Initiator und Organisator Frank Henning diesmal auf den Hof Kasselmann nach Hagen a.T.W. eingeladen hatte. Rund 60 Reiter und Trainer – die meisten davon olympische Medaillenträger und Referenten der „Reiter Foren“ – waren erschienen, um die Verleihung live zu erleben und anschließend in gemütlicher Runde noch ein Pläuschchen zu halten.

 

 

Der umtriebige Reitsport-Fan Henning weiß um die Misere der deutschen Nachwuchsförderung, hat aber zugleich ein anderes Thema im Fokus: die bessere Ausbildung von Reitern und Pferden im „mittleren“ Leistungsbereich. Und genau diese beiden Aspekte fließen in eine besondere Auszeichnung ein: den „Reiter Forum Award“. Dabei ist der „Henning Preis“ in Wirklichkeit ein Publikumspreis. Denn die telefonisch recherchierte Resonanz der Besucher bei zahlreichen Reiter-Foren hat die Weichen gestellt. Es waren die Reiter an der Basis, die sich so löblich über die Preisträger geäußert haben. So fiel das Urteil sehr einmütig aus: Die beiden Awards, der eine für Verdienste um den Spitzensport, der andere für herausragende Dressurarbeit an der Basis, gehen an Madeleine Winter-Schulze, die Mäzenin diverser Spitzen- und Nachwuchsreiter, sowie an FN-Ausbildungsleiter Christoph Hess, den geistigen Vater und „Macher“ der Seminarreihen “Besser reiten“ und „Besser ausbilden“.


Preisträger unter sich: Madeleine
Winter-Schulze und Christoph Hess.
Während Hess betonte, seinen Preis stellvertretend für alle Ausbilder entgegenzunehmen, die sich tagein, tagaus der Weiterbildung von Reitern und Pferden widmen, bedankte sich Madeleine Winter-Schulze mit vor Rührung zitternder Stimme bei den Menschen, die ihr stets zur Seite standen: ihrer Familie, ihren Reiterfreunden, ihrem Team. So sagte die Sympathieträgerin aller deutschen Mäzene, die gemeinsam mit ihrem Mann unter anderem Isabell Werth und Ludger Beerbaum beritten macht, ganz glücklich: „Es ist schon toll, wenn man für Dinge, die man jeden Tag mit Begeisterung tut und die einem jeden Tag so viel zurückgeben, auch noch eine Preis bekommt.“ Und ein wenig schwang die Hoffnung mit, dass auch andere Pferdebesitzer uneigennützig ihre vierbeinigen Nachwuchshoffnungen in die Hände guter, talentierter junger Leute geben. Denn irgendwie muss es ja weitergehen…

Mannschafts-Olympiasiegerin Heike Kemmer griff spontan zum Mikrofon und erinnerte daran, dass auch sie der Preisträgerin viel zu verdanken habe. „Ich hatte vor vielen Jahren schlimmes Pech mit meinen Pferden – eines musste eingeschläfert werden – und war drauf und dran, die Reiterei aufzugeben.

In dieser Phase hat mir Madeleine wieder auf die Beine geholfen, hat mir ein Pferd zur Verfügung gestellt und an uns geglaubt. Ihre Hilfsbereitschaft, ihr Engagement sind unerreicht.“

Mit stehenden Ovationen feierten die Besucher die Grande Dame des deutschen Reitsports, was Frank Henning zu dem begeisterten Ausspruch veranlasste: „Das ist ja hier fast wie bei der Oscar-Verleihung.“

Übrigens: Nach den Sommerferien geht es weiter mit der hochkarätigen Vortragsreihe in Autohäusern, zu der seit Bestehen rund 400.000 Besucher pilgerten. Der neue Partner von Frank Henning ist der Mercedes-Konzern.