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Quelle: !das Pferdemagazin 08/2008, Foto: Frieler

Alois Pollmann-Schweckhorst…über Candy

Der Stute sieht man ihre Klasse im heimischen Stall und beim Training nicht unbedingt an. „Der richtige Motivationsschub kommt erst auf dem Turnier“, erzählt Alois Pollmann-Schweckhorst. Sein Trick: Er stellt sich wenn möglich mit Candy schon an den Einritt, wenn noch der Teilnehmer vor ihm dran ist. Wenn die Stute den Applaus hört, puscht sie das noch mal richtig auf. „Sie bringt dann bestimmt 25 Prozent mehr Leistung als sonst“, sagt der Reiter. Gut gefallen hat Candy auch das Turnier in Las Vegas. Dort wurde beim Einritt jedes Teilnehmers Musik gespielt. Was andere Pferde vielleicht erschrecken könnte, traf genau den Geschmack der 16-Jährigen.
„Die Pferde müssen Saft und Blut haben. Sie brauchen fast schon Übereifer“, meint Alois Pollmann-Schweckhorst. Mit unmotivierten Pferden könne im Sport nichts gewonnen werden, da nütze der beste Reiter nichts. Um die Motivation zu erhalten, setzt auch er im Training auf Abwechslung. Es wird sich viel mit den Pferden beschäftigt, sie werden morgens geritten und kommen nachmittags noch mal raus. „Es ist auch wichtig, als Reiter mal Fünf gerade sein zu lassen“, meint Pollmann-Schweckhorst. So sollte auf keine Fall täglich an einem Problem herumgearbeitet werden – auch wenn der Reiter den Eindruck hat, dass es nun nötig wäre. Denn Pferde lernen von einem Tag auf den anderen, sondern über Wochen und Monate. Hinzu kommt, dass das Tier vielleicht körperlich noch gar nicht in der Lage ist, das Gewünschte umzusetzen, sondern sich zum Beispiel die Muskulatur erst noch weiter entwickeln muss.